Erfolgsbasiert · keine Erfolgsquoten-Versprechen

Branche: Elektrotechnik & Elektronik

Forschungszulage für Elektrotechnik & Elektronik

In der Elektronikentwicklung ist die Forschung mit technischem Risiko förderfähig – EMV-Zertifizierung und Serienfertigung nicht. Förderfähig sind neue Schaltungs- und Leistungselektronik-Konzepte, neue Sensorik oder HF-Technik und Embedded-/Firmware-Entwicklung mit offenem Ausgang. Wir grenzen Forschung und Routine-Layout prüfsicher ab.

Forschungszulage für Elektrotechnik & Elektronik

Einordnung

Elektronik-Vorhaben werden nach den allgemeinen FuE-Kriterien und – für Firmware/Software-Anteile – nach den IKT-Regeln bewertet. Entscheidend ist eine wissenschaftlich-technische Unwägbarkeit, nicht die bloße Anwendung bekannter Schaltungs- und Layoutregeln.

Welche FuE-Tätigkeiten in Elektrotechnik & Elektronik sind förderfähig?

  • Neue Schaltungs- oder Leistungselektronik-Konzepte mit ungewissem Verhalten (Wirkungsgrad, Störfestigkeit, Wärme)
  • Neue Sensorik, Messtechnik oder Hochfrequenz-/HF-Technik mit technisch offenem Ergebnis
  • Embedded-Systeme und Firmware mit echter technischer Unsicherheit (nach den IKT-Kriterien)
  • Aufbau und Erprobung von Funktionsmustern und Prototypen zur Validierung
Beispielrechnung

Rechenbeispiel: Forschungszulage in Elektrotechnik & Elektronik

Nur zur Veranschaulichung – kein realer Mandantenfall.

Annahme: Angenommen, 4 Entwickler:innen arbeiten anteilig rund 55 % an einer neuen Leistungselektronik mit ungewissem Wirkungsgrad – rund 360.000 € förderfähige FuE-Personalkosten pro Jahr.

Forschungszulage für KMU (35 %) 126.000 € pro Jahr
Regulärer Satz (25 %) 90.000 € pro Jahr

Vereinfachtes Beispiel auf Basis der förderfähigen FuE-Personalkosten (Stand Juli 2026); ohne Gemeinkostenpauschale, Auftragsforschung, Eigenleistung und Deckelung. Ihre tatsächliche Förderung hängt vom Einzelfall ab.

Förderhöhe im Rechner schätzen →

Typische nicht förderfähige Tätigkeiten & Ablehnungsgründe

Genau hier scheitern viele Erstanträge. Diese Punkte stammen aus dem BSFZ-Prüfleitfaden:

  • Routine-Schaltungsdesign und Leiterplatten-Layout nach bekannten Regeln
  • EMV-Prüfung, CE-Kennzeichnung und Zertifizierung bestehender Produkte
  • Bestückung, Serienfertigung und Serienhochlauf
  • Standard-Firmware-Anpassungen, Testing und Debugging
  • Installation und Inbetriebnahme nach Herstellerangaben ohne echte Modifikation

Forschungssprache statt Entwicklungssprache

Die BSFZ prüft nach wissenschaftlichen Kriterien. Ein Beispiel aus Elektrotechnik & Elektronik:

Entwicklungssprache

„Unsere Platine hat nach ein paar Versuchen funktioniert.“

Forschungssprache

„Ob eine neuartige Topologie der Leistungsstufe den Wirkungsgrad bei geforderter EMV-Störfestigkeit unter definierten Lastprofilen erreicht – mit zu Projektbeginn offenem Ausgang und gemessenen Schwellenwerten.“

Mehr zur Forschungssprache →

Häufige Fragen: Forschungszulage für Elektrotechnik & Elektronik

Welche FuE-Tätigkeiten in der Elektronik sind förderfähig?

Förderfähig sind neue Schaltungs- und Leistungselektronik-Konzepte, neue Sensorik/HF-Technik und Embedded-/Firmware-Entwicklung mit echtem technischem Risiko sowie der Aufbau und die Erprobung von Funktionsmustern.

Ist das Leiterplatten-Layout förderfähig?

Routine-Layout nach bekannten Regeln nicht. Förderfähig wird es nur, wenn dabei eine echte technische Unwägbarkeit aufzulösen ist, die sich nicht mit Standardverfahren lösen lässt.

Zählt die EMV-Zertifizierung als Forschung?

Nein. EMV-Prüfung, CE-Kennzeichnung und Zertifizierung dienen der Zulassung und Marktfähigkeit und sind nicht förderfähig.

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Wir sagen Ihnen ehrlich, ob und in welcher Höhe sich ein BSFZ-Antrag für Ihr Vorhaben lohnt.